Wissenswertes

Jetzt muss man im Botanischen Garten wieder aufpassen, wo man hintritt, obwohl es erst Februar ist: Der Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus) blüht und das sogar in Pflasterfugen. Besonders im Steingarten wird der Schritt des Besuchers entschleunigt: Immer wieder stehen einzelne Pflanzen oder kleine Grüppchen im Weg und locken Honigbienen an, die dieses Jahr ebenfalls ungewöhnlich früh unterwegs sind. Die Blüten sind zart lavendel-lila und wirken oft zweifarbig mit helleren äußeren Blütenblättern. Dazu kontrastieren die orangefarbenen Staubgefäße und der Stempel. Der Elfen-Krokus stammt eigentlich aus Osteuropa. Er gehört zu den Stinsenpflanzen, die vom Menschen eingeführt wurden, dann verwilderten und oft in der Nähe von alten Gärten vorkommen, wo ihr Erscheinen meist das einzige ist, das noch auf altes Kulturland hindeutet. Da er aber in den Bielefelder Parkanlagen mittlerweile an jeder Ecke wächst, ist auch ein Verschleppen mit Gartenabfällen oder Erdaushub möglich. Im Botanischen Garten vermehrt er sich aus absichtlich gepflanzten Zwiebeln. Die Krokussamen werden von Ameisen verschleppt – und landen so in der nächsten Pflasterfuge.