Wissenswertes

Die anhaltende Trockenheit hat auch den botanischen Garten fest im Griff, viele Pflanzen brauchen nun eine intensive Betreuung mit zusätzlichen Wassergaben. Auf der Erweiterungsfläche aber ist nun eine heimische Staude zu sehen, die der Dürre nur so trotzt: Es ist der Rainfarn (Tanacetum vulgare), der Blütenstände mit vielen kleinen gelben Knöpfchen zeigt und eine imposante Größe erreicht. Obwohl die Pflanze eine so gute Fernwirkung erzeugt, sollte man ruhig einmal näher herangehen und auf die Blütenbesucher achten: Neben den Honigbienen fallen zierliche, viel kleinere Wildbienen auf: Es sind Seidenbienen, die im Rainfarn ihre Hauptpollenquelle finden. Sie fallen durch ihren weiß geringelten Hinterleib auf, im Gegensatz zur Honigbiene falten sie beim Blütenbesuch die Flügel akkurat auf dem Rücken zusammen. Den Pollen sammeln sie an den Hinterbeinen, die bald ganz gelb sind.

Rainfarn