Wissenswertes

Die Bestimmung von Farnen kann einem gestandenen Botaniker die Schweißperlen auf die Stirn treiben, denn viele sehen sich sehr ähnlich, vor allem die Arten mit gefiederten Blättern. Wie erfrischend anders ist doch unser heimischer Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium). Er hat ganzrandige Blätter und ist immergrün. Das reicht schon, um ihn unverwechselbar zu machen. Ein weiteres Merkmal sind die Sporenanlagen, die wie lange braune Sofakissen auf der Unterseite angeordnet sind und Unmengen von winzigen Sporen freigeben. Im Gegenlicht sieht man sie jetzt im Winter besonders gut.

Der Hirschzungenfarn besiedelt in der Natur kalkreiche, feuchte Waldböden, gern in Nordlage. Er bevorzugt die Gesellschaft von Eschen, Linden und Ahornbäumen. Die Art steht unter Naturschutz.

Im Botanischen Garten wächst er in einer großen Gruppe im Farngarten.