Erweiterung des Botanischen Gartens Bielefeld - Archiv

Bisherige Ereignisse

Im unteren östlichen Teil grenzt der Botanische Garten an ein Grundstück, auf dem bis 1990 die Georgenkirche der Martingemeinde stand. Nach Abriss des Gotteshauses wurden 2010 erstmalig konkrete Planungen für die Bebauung des Geländes bekannt. Zusammen mit einer Bürgerinitiative und der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) Landesverband Westfalen hat sich der Verein Freunde des Botanischen Gartens dafür eingesetzt, auf diese Bebauung zu verzichten und das Gelände für eine Erweiterung des Botanischen Gartens zu nutzen. Der Verein übernahm die Führung der Gesamtinitiative und organisierte parallel eine breit angelegt Spendenaktion. Schließlich konnte der Verein 100.000,00 € für den Erwerb bereitstellen. Die langen und intensiven Verhandlungen und Vertragsabstimmungen mit politischen Parteien, der Verwaltung der Stadt sowie der Martingemeinde des Stadtbezirks Gadderbaum haben dann mit der Unterzeichnung des Grunderwerbsvertrages am 18. Dezember 2013 einen erfolgreichen Abschluss genommen. In einer Feierstunde am 23. Januar 2014 hat der Verein den Akteuren und Spendern für ihre Unterstützung gedankt und ihr Engagement gewürdigt.

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Was haben wir mit dem neuen Gelände vor?

Nach erfolgter Eigentumsüberschreibung in 2014 ist die Fläche nunmehr Teil des Botanischen Gartens. Als erster Schritt wurde die hinzu gekommene Fläche als Blumenwiese eingesät und eine Wildbienenwand errichtet.

In einem durch den Verein angeregten und organisierten gemeinsamen Workshop mit Vertretern des Umweltbetriebes (der die Erhaltung und Pflege des Botanischen Gartens realisiert) wurden die Stärken und Schwächen der Fläche analysiert und erste Ziele für die Weiterentwicklung des Erweiterungsgeländes formuliert.

Eine wesentliche Erkenntnis des Workshops war, dass die Erweiterungsfläche derzeit noch nicht als Teil des Botanischen Gartens wahrgenommen wird. Die Erweiterungsfläche und der „alte“ Teil des Botanischen Gartens sind durch den dort verlaufenden Geländeeinschnitt mit dichtem, teils düsteren Gehölzbewuchs optisch und funktional getrennt. Der dortige Wasserlauf und die kleinen Staugewässer werden in dem dichten Bewuchs kaum wahrgenommen. Die Fläche selbst ist für den Besucher des Botanischen Gartens nicht als Gesamtobjekt erleb- und nutzbar.

Zwischen dem Umweltbetrieb und dem Verein Freunde des Botanischen Gartens besteht Einigkeit, dass es vorrangiges Ziel ist, diese Barriere möglichst kurzfristig aufzuheben und den „alten“ Botanischen Garten mit dem Erweiterungsgelände optisch und funktional zu verschmelzen.
Die Integration der Erweiterungsfläche  soll durch die Neugestaltung des derzeit noch trennenden wasserführenden Geländeeinschnittes, die Schaffung von Wegen und Blickbeziehungen und die Verbesserung der Eingangssituation erfolgen.

Seitens des Vereins wurde vorgeschlagen bzw. dafür geworben, aus dem Nachlass Generotzky Mittel in Höhe von 250.00,00 € für die Anbindung der Erweiterungsfläche an den „alten“ Botanischen Garten zur Verfügung zu stellen. Dank der Unterstützung durch die Beigeordnete für Umwelt und Klimaschutz Frau Anja Ritschel hatte unser Vorschlag Erfolg.

Die Finanzmittel werden dem Umweltbetrieb zur Verfügung gestellt. Vorgesehen ist, dass 2016 durch den Umweltbetrieb eine Detailplanung erarbeitet und diese dann bis 2018 umgesetzt wird. Der Planungsprozess wird durch den Verein Freunde des Botanischen Gartens begleitet.
Langfristig bestehen für die Blumenwiese weitere Entwicklungsmöglichkeiten wie z.B. die Errichtung eines Schaugewächshauses. Auch eine Präsentation von Pflanzen zu den Themen ´Heilen, Würzen, Färben und Duften` in einem Apothekergarten bietet sich aufgrund der leichten Südhanglage an. Diese Präsentation von Nutzpflanzen sollte didaktisch konzipiert und kindgerecht aufgearbeitet werden.

 

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Danksagung

Der Erwerb der Erweiterungsfläche konnte nur durch die Spendenaktion des Vereins und durch das Engagement vieler Bielefelder Bürgerinnen und Bürger sowie  Spendern aus der Region, mit der Unterstützung von Bielefelder Unternehmen , der Stadt Bielefeld sowie dem Nachlass Generotzky finanziell ermöglicht werden.

Ebenfalls aus dem Nachlass Generotzky finanziert wird die bis 2018 fertig zu stellende Anbindung der Erweiterungsfläche an den „alten“ Botanischen Garten.

Viel Arbeit ist geleistet worden von der Gesamtinitiative, den Verhandlungsführern und den Verhandlungsorganen. Bei allen stand im Mittelpunkt der Überlegungen, ein großes Stück Grün für die Zukunftssicherheit des Botanischen Gartens zu gewinnen. Diese Chance ist erfolgreich genutzt worden.