Wo das Alpinum an den Pieris-Hain grenzt, fällt eine weißblühende Pflanze auf, die sehr von Insekten umschwärmt wird: Es ist die Fieder-Zahnwurz (Cardamine heptaphylla), die zu den Schaumkräutern gehört und mit dem häufigen Wiesen-Schaumkraut verwandt ist.
Das ausdauernde Kreuzblütengewächs, das am Kaiserstuhl, im Südschwarzwald und in Oberbayern vorkommt, ist weniger zart als das rosafarbene Wiesen-Schaumkraut, mit großen gefiederten Blättern und weißen Blüten.
Die hübsche Staude verträgt Schatten und wächst gern in Buchenwäldern. Hummeln und Wollschweber besuchen die Blüten. An sonnigen, warmen Tagen kann man jetzt auch den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) an der Pflanze beobachten.
Die Schmetterlinge trinken dort Nektar und die Männchen, die man an den orangefarbenen Flügelpartien erkennen kann, versuchen hier auch ihr Glück bei den Weibchen.
Da der Falter Eier am Wiesen-Schaumkraut ablegt, käme auch die Fieder-Zahnwurz als verwandte Art in Frage, dies wurde jedoch bisher noch nicht nachgewiesen – die Pflanzen im Botanischen Garten sollte man also gut beobachten!