Wissenswertes

War da was? Im Botanischen Garten hat man immer wieder den Eindruck, etwas aus dem Augenwinkel huschen zu sehen. Vor allem im Alpinum und an den Trockenmauern ist es nicht nur ein Gefühl: Wenn etwas flink unter den nächstbesten Stein flitzt, ist es bestimmt eine Mauereidechse (Podarcis muralis). Jetzt bei wärmeren Temperaturen kann man die Tiere gut beobachten, wenn man sich langsam bewegt und abwartet, ob sie aus ihren Schlupfwinkeln wieder hervor lugen. Während die meisten Tiere sehr elegant daherkommen, fehlt manchen der halbe Schwanz. Dies liegt daran, dass eine Eidechse am Schwanz über eine Sollbruchstelle verfügt. Gerät sie in Bedrängnis, kann sie den hinteren Teil abwerfen, was Fressfeinde ablenken soll, die sich mit ein bisschen Glück mit dem Trostpreis begnügen. Der Schwanz wächst wieder nach, wird aber nie wieder so schön wie das Original. Damit die Tiere ihre volle Schönheit behalten können, fassen Sie die Eidechsen bitte nicht an – was ohnehin schwer genug ist, denn wachsam sind sie immer.