Wissenswertes

Es steckt seine Nase gern in Mauern und bringt sie damit zum Erröten: Das Zimbelkraut (Cymbalaria muralis) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und hat als Zierpflanze schon vor Jahrhunderten den Weg zu uns gefunden und sich verselbständigt. Auch im Botanischen Garten findet man das hellviolett blühende Kraut, das auf jeder Blüte zwei gelbe Flecken aufweist, in Mauerspalten und an Treppenstufen. Dort ist es nicht zu übersehen und bildet jetzt im Mai blühende, hängende Gärten, die wie von Zauberhand an den Mauern zu kleben scheinen und von Hummeln, Honigbienen und Wollschwebern besucht werden. Das Besondere an der Pflanze ist ihre schlaue Strategie, neue Felsnischen oder Mauerteile zu besiedeln: Der Fruchtstiel wächst vom Licht weg in dunkle Spalten hinein, wo der Samen an genau der passenden Stelle keimen kann. Dieser Trick funktioniert sehr gut, wie man im Botanischen Garten vor allem an den Mauern und Treppen rund um den Farbengarten sehen kann.