Wissenswertes

Er ist nicht auffällig, hat zu keiner Zeit spektakuläre Blüten und wird daher oft übersehen. Dabei ist er ein kleiner Überlebenskünstler, der im Botanischen Garten an scheinbar unwirtlichen Orten überlebt. Man muss sich nur bücken, um seine filigrane Gestalt zu sehen, denn der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) wächst in den Fugen der Wege oder in den Trockenmauern, wo es mitunter ziemlich trocken werden kann. Da er immergrün ist, fällt er jetzt im Winter eher auf als im Sommer, vor allem wenn er mit Raureif bedeckt in der Sonne glitzert. Die gefiederten Blätter an braunen Stielen wirken wie grüne Federn, daher auch der Name Steinfeder. Die Fantasie hat der kleine heimische Farn schon immer beflügelt, was ihm viele Trivialnamen beschert hat, wie Jungfrauenhaar, Roter Steinbrech oder Steinwurz. Ein Grund mehr, die Art einmal im Botanischen Garten zu entdecken und zu schauen, ob Ihnen noch mehr Namen einfallen.